Cloud
28.11.2019
Nutanix Enterprise Cloud Index 2019
1. Teil: „Die Cloud-Zukunft ist hybrid“

Die Cloud-Zukunft ist hybrid

Autor:
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BeeBright / Shutterstock.com
Weder Private Cloud, noch Public Cloud können in der Praxis als alleiniges Modell überzeugen. Hybride Lösungen vereinen hingegen die Vorzüge der beiden Welten und entwickeln sich damit zum gängigen Standard.
Der Cloud-Spezialist Nutanix legt die Ergebnisse der zweiten Ausgabe seiner Marktstudie "Enterprise Cloud Index" vor. Die Untersuchung wurde von Vanson Bourne mit 2.650 IT-Entscheider in 24 Ländern durchgeführt und misst die Fortschritte, die Unternehmen bei der Implementierung und Nutzung privater, hybrider und öffentlicher Cloud-Umgebungen machen. Die aktuelle Studie fördert eine starke Umschichtung von Investitionen in Richtung Hybrid-Cloud-Architekturen zutage. Die Befragten berichten von stabilen und substanziellen Plänen zur Implementierung hybrider Umgebungen in den kommenden fünf Jahren, 85 Prozent der Studienteilnehmer sehen in der hybriden Cloud das ideale IT-Betriebsmodell.

  • 85 Prozent der Studienteilnehmer setzen auf die Hybrid Cloud.
    Quelle:
    Nutanix
Eine Cloud-Strategie auf- und umzusetzen stellt eine Herausforderung dar, die viele verschiedene Aspekte aufweist – so ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie. In der Vergangenheit wurden der Public Cloud als vorrangiges Wertversprechen substanzielle Einsparungen bei den Vorlaufinvestitionen zugesprochen. Mittlerweile haben die Unternehmen jedoch festgestellt, dass auch andere Faktoren bei der Entscheidung für ein Cloud-Modell, das für das jeweilige Unternehmen am besten geeignet ist, berücksichtigt werden müssen und dass eine einseitige Cloud-Strategie nicht allen Anwendungsszenarien gerecht werden kann.
So passen die elastischen IT-Ressourcen öffentlicher Cloud-Angebote unter Umständen am besten zu Applikationen, deren Nutzung nur schwer vorherzusehen ist. Workloads hingegen, deren Eigenschaften besser eingeschätzt werden können, lassen sich oftmals in On-premise-Umgebungen kostengünstiger betreiben als in der Public Cloud. Zudem hängt die Höhe der erzielbaren Einsparungen von der Fähigkeit der Unternehmen ab, jede einzelne Applikation auf den geeigneten Cloud-Service und das passende Preismodell abzustimmen und gleichzeitig regelmäßig und sorgfältig die sich häufig ändernden Servicepläne und -gebühren zu prüfen. In diesem dynamischen Umfeld kommt es vor allem auf Flexibilität an. Es ist die hybride Cloud, welche die notwendigen Optionen bieten kann.

Apps kehren zurück ins eigene RZ

Die Kehrtwende weg von der Public Cloud zeigt sich auch in weiteren Studienergebnissen. So wandern Apps von der Public Cloud zurück in On-premise-Infrastrukturen. Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) berichteten, einen Teil ihrer ausgelagerten Applikationen aus der Public Cloud zurückzuholen, in 22 Prozent der Fälle sogar fünf Applikationen und mehr. Das unterstreicht zumindest teilweise den Bedarf der Unternehmen an der Flexibilität, die eine Hybrid Cloud bietet und die ihnen erlaubt, ihre Infrastrukturen auf Basis sich verändernder Anforderungen anzupassen. 
Daneben bleibt Sicherheit der größte Einflussfaktor auf die künftigen Cloud-Strategien der Unternehmen. Deutlich mehr als die Hälfte (60 Prozent) der Befragten gab an, dass der Grad an Sicherheit, den Cloud-Umgebungen bieten, den größten Einfluss auf ihre weiteren Pläne für Cloud-Implementierungen hat. Dementsprechend stellen Datensicherheit und -Compliance den wichtigsten Faktor (von 26 Prozent der Befragten an erster Stelle genannt) bei der Entscheidung dar, wo ein Unternehmen einen Workload betreibt.

Hybrid am sichersten

Dabei halten IT-Profis von allen IT-Betriebsmodellen die hybride Cloud für die sicherste Variante. Mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) bezeichneten das hybride Modell als das sicherste, und zwar mit großem Abstand vor den Alternativen Private Cloud / On-premise-Modell (21 Prozent) und traditionelle, nicht Cloud-fähige Rechenzentren (mit 13 Prozent von weniger als der Hälfte im Vergleich zur Hybrid Cloud genannt). Für diesen Befund spricht, dass die Unternehmen im hybriden Modell die jeweils passende Cloud-Umgebung für ihre Sicherheitsanforderungen auswählen können.
2. Teil: „Es gibt noch Cloud-Abstinenzler“

Es gibt noch Cloud-Abstinenzler

Die Untersuchung zeigte auch, dass es noch regelrechte Cloud-Abstinenzler unter den befragten Firmen gibt. So verzichten weniger als ein Viertel der Studienteilnehmer aktuell auf jede Art von Cloud-Technologie. Zahlreiche Firmen weisen bei der Cloud-Akzeptanz und -Einführung weiterhin einen Rückstand auf. Allerdings deuten die Antworten hinsichtlich der weiteren Pläne darauf hin, dass der Anteil der Unternehmen ohne Cloud-Implementierung in den kommenden zwölf Monaten auf 6,5 Prozent sinken und sich dieser Wert in den nächsten zwei Jahren noch einmal mehr als halbieren wird, und zwar auf 3 Prozent. Regional betrachtet finden sich in Nord- und Südamerika mit einem Anteil von 21 Prozent die wenigsten Unternehmen ohne Cloud-Implementierung, während dieser Wert in EMEA bei 25 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum bei 24 Prozent liegt.

Digitale Transformation als Zugpferd

Schließlich verbinden die Unternehmen Cloud Computing mit ihren Zielen bei der digitalen Transformation. Annähernd drei Viertel der Studienteilnehmer von 2019 (72 Prozent) gaben die digitale Transformation als Zugpferd für ihre Cloud-Implementierungen an und bei nicht weniger als 64 Prozent der Befragten genießt die digitale Transformation die oberste geschäftliche Priorität.

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