Android
16.05.2018
Mobiles OS
1. Teil: „Diese Geräte erhalten Android P“

Diese Geräte erhalten Android P

Google
Die ersten Vorschauversionen für Android 9.0 alias P sind bereits für Googles Pixel-Smartphones und ausgewählte Geräte anderer Hersteller erhältlich. Welche Smartphone-Modelle das Update ebenso erhalten werden, erfahren Sie hier.
Googles nächstes mobiles Betriebssystem-Update "Android P" wird voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres weitläufig verteilt. Möglich macht das eine engere Kooperation mit führenden Hardware-Herstellern, die diesmal schon viel früher in den Entwicklungsprozess eingebunden werden sollen. Auf Googles Entwicklerkonferenz I/O hieß es, dass sich dadurch die Auslieferung um bis zu zwölf Wochen verkürzen werde. Im Wesentlichen geht es darum, dass sowohl die Chip-Hersteller als auch Anbieter wie Samsung mit Zusatz-Software viel früher Einblick in die gemeinsamen Prozesse erhalten sollen. Auffällig ist auch, dass bereits jetzt sieben Handys im Beta-Programm vertreten sind.

Das bringt Android P

Bei Android P respektive Android 9.0 will Google mit einer Reihe smarter Funktionen nachbessern. Dazu zählen die automatischen Helligkeits- und Akku-Optimierungen, die sich stärker den Nutzerbedürfnissen anpassen. Darüber hinaus will Google die Benutzung des Smartphones weiter vereinfachen. So verschwindet beispielsweise der Multitasking-Button, während die Zurück-Taste nur noch in den Apps zu sehen sein wird. Der Home-Button bleibt dagegen bestehen und unterstützt jetzt auch Wischgesten. Die beiden neuen Funktionen Slices und App Actions sollen zudem das Verhalten bei häufigen App-Interaktionen beschleunigen.

Diese Geräte bekommen Android P

Zur Frage, welche Smartphone-Hersteller das P-Update für bestehende Geräte nachliefern, gibt es schon einige konkrete Hinweise und Angaben. Anders als im vergangenen Jahr stehen nun beispielsweise auch erste Beta-Abbilder der Entwicklerversion nicht nur auf den Google-Geräten über das Update-Programm zum Ausprobieren bereit, sondern auch für eine Reihe anderer Geräte wie dem Sony Xperia XZ2, dem Xiaomi Mi Mix 2S oder dem Nokia 7 Plus. Daher weiß man jetzt schon, dass neben den Google-Pixel-Smartphones folgende sieben Smartphones Android P erhalten werden.
Gesicherte Kandidaten:
  • Nokia 7 Plus
  • Xiaomi Mi Mix 2S
  • Sony Xperia XZ2
  • Oppo R15 Pro
  • Essential Phone
  • Vivo X21
  • Oneplus 6
2. Teil: „Google, Samsung und Nokia“

Google, Samsung und Nokia

Wie üblich erhalten alle unterstützten Google-Geräte das Update, die auch im Beta-Programm aufgeführt werden. Weiterhin mit von der Partie sind die ersten Pixel-Smartphones des Google-Konzerns. Mit der Nexus-Reihe ist aber nun offenbar definitiv Schluss. Außer Google erweitert sein Programm noch um einige Systemabbilder, was zurzeit schwer vorstellbar ist.
Gesicherte Kandidaten für das Update:
  • Pixel 2
  • Pixel 2 XL
  • Pixel
  • Pixel XL

Samsung: Neues OS für neue Geräte

  • Das Galaxy S9 von Samsung kam schon mit Android 8.0.
    Quelle:
    sgr / nmgz
Bei Samsung kann man sich ungefähr zusammenrechnen, welche Smartphones den Support-Zenit erreicht haben. Neuere Modelle wie das Galaxy S9, S8, Note 8 oder das Galaxy A8 dürften ein Update auf Android P erhalten, für das Galaxy S7 ist ein solches allerdings nicht mehr zu erwarten. Offizielle Angaben zu den anstehenden Aktualisierungen gibt es derzeit zwar noch nicht, dennoch sollten folgende Modelle Android 9 erhalten:
Update-Annahmen:
  • Samsung Galaxy S9
  • Samsung Galaxy S9 Plus
  • Samsung Galaxy S8
  • Samsung Galaxy S8 Plus
  • Samsung Galaxy Note 8
  • Samsung Galaxy A8
  • Samsung Galaxy A6

Nokia: Ein P-Update für alle

  • Android P soll für das gesamte Smartphone-Sortiment von Nokia kommen.
    Quelle:
    HMD Global
Nokia-Lizenznehmer HMD Global hat sich schon vor seiner Gründung ein Team aus vielen ehemaligen Managern verschiedener großer Handy-Hersteller ins Boot geholt. Das noch junge Unternehmen, bei dem viele ehemalige Nokia-Mitarbeiter vertreten sind, betont praktisch auf jedem Presse-Meeting, wie wichtig die engen Partnerschaften mit Google und Foxconn sind. Ganz nach dem Motto "Pure Android" versprach HMD schon im Herbst vergangenen Jahres, dass praktisch alle Nokia-Smartphones, also auch die Einsteigergeräte, Android P erhalten werden.
Gesicherte Kandidaten für das Update:
  • Nokia 3
  • Nokia 5
  • Nokia 6
  • Nokia 6 (2018)
  • Nokia 7 Plus
  • Nokia 8
  • Nokia 8 Sirocco
3. Teil: „Sony, HTC und Co“

Sony, HTC und Co

  • Auf dem Xperia XZ2 kann man Android P schon als Beta testen.
    Quelle:
    Sony
Sony hat sich bei neuen Android-Updates in den vergangenen Jahren immer sehr vorbildlich verhalten. Obwohl das Smartphone-Business beim Elektronikkonzern schon länger nicht mehr als Eckpfeiler angesehen werden kann, was Sony selbst schon betont hat, versorgt man meistens ganze Xperia-Familien mit Aktualisierungen. Und das Xperia XZ2 befindet sich bereits im Beta-Programm.
Update-Annahmen:
  • Xperia XZ Premium
  • Xperia XZs
  • Xperia XZ2 (bereits als Beta verfügbar)
  • Xperia XZ2 Compact

HTC: Schnelle Update-Runden

  • Das Mate 10 Pro und das P20 (Pro) werden das P-Update sicher erhalten.
    Quelle:
    Huawei
Auch HTC dürfte es beim Smartphone-Geschäft ähnlich gehen wie Sony. Die Taiwanesen haben aber die Spitzengeräte in den vergangenen Jahren meistens zeitnah beliefert.
Update-Annahmen:
  • HTC U11
  • HTC U11 Plus
  • HTC U12+
  • HTC Desire 12 Plus

Die Lage bei Huawei, LG, Motorola & Co.

Bei den übrigen Herstellern ist die Situation noch etwas unübersichtlich. LG äußert sich in aller Regel nie zu neuen Updates. Im europäischen Markt vertreten sind vor allem das LG V30 und das LG G6. Somit werden es wohl sicher diese beiden Leistungsbringer sein, die ein Update erhalten. Auch bei Huawei ist die Update-Situation wie jedes Jahr ein wenig unklar. Mit höchster Wahrscheinlichkeit werden das Mate 10 Pro und das P20 (Pro) das P-Update zuerst bekommen.
Wie das mit den zahlreichen weiteren Mittelklasse- und Einsteigergeräten der Tochtermarke Honor aussehen wird, bleibt vorerst abzuwarten. Bei dem Android-Puristen Motorola ging es in den vergangenen Jahren zügiger. So sollten hier die jüngsten Einstiegsgeräte und alle 2017er-Modelle aktualisiert werden. Bestätigt hat die Lenovo-Tochter dies aber bisher nur bei der neuen Moto-G6-Serie.

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