Test
18.10.2016
Videoconferencing
1. Teil: „Mikogo 5.4.1 im Test“

Mikogo 5.4.1 im Test

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Mikogo
Mikogo erweist sich als kleine, weitgehend intuitive Lösung made in Germany. Dank des Browser-Viewers kommt die Lösung sogar ohne Installation aus.
Das kleine Programm aus Deutschland hat alles, was für eine schnelle Präsentation über das Internet benötigt wird. Bis zu 25 Teilnehmern kann der Präsentator seinen Bildschirm mit Mikogo in gefühlter Echtzeit zeigen. Das Audio­signal übermittelt das Programm wahlweise über eine eingebaute VoIP-Funktion oder Einwahlnummern für Telefonkonferenzen in über 28 Ländern.
  • Mikogo: Man merkt, dass die Videofunktion noch im Beta-Stadium ist. Einige Male kam es zu Bildausfällen.
Auch sonst hat das Programm viele zeitgemäße Funktionen auf Lager, zum Beispiel Apps für Apple- und Android-Geräte und einen Sitzungsplaner, der es erlaubt, Sitzungsnummern fest zu reservieren, um sie immer wieder zu nutzen – das ist etwa bei regelmäßigen Produktpräsentationen sehr praktisch, bei denen der Anbieter nicht jedes Mal eine individuelle Einladungs-E-Mail verschicken möchte. Einstellungen organisiert die Software in Profilen – eine Funktion, die Konkurrenten oft vermissen lassen.
Ein interaktives Whiteboard mit Markierungsfunktionen und ein virtueller Laserpointer sind ebenso geboten wie die gezielte Applikationsauswahl für laufende Programmfenster anstatt der Übertragung des kompletten Desktops.
Während Mikogo die Teilnahme an Online-Präsentationen direkt aus dem Browser unterstützt, setzt die Initiierung einer Konferenz noch immer eine lokal installierte Software voraus. Aktiviert der Anwender die Videofunktion zur Übertragung von bis zu vier gleichzeitigen Videobildern, so erscheint nicht von ungefähr am oberen Fensterrand das Wörtchen „Beta“, denn bei einigen Testkonstellationen kam überhaupt kein Bild über die Leitung, in anderen wiederum funktionierte die Übertragung sehr gut. Selbst bei einem Microsoft Surface 4 Pro mit zwei Kameras bot die Software einen ordentlichen Auswahldialog für die Kamera.

Apple-Nutzer schauen in die Röhre

Außen vor bleiben bislang OS-X-Anwender. Immerhin heißt es im Unternehmens-Blog, an der Mac-Variante werde mit Hochdruck gearbeitet. Für die Teilnahme an Konferenzen gibt es zwar eine iOS-App, doch hat diese seit 2011 keinerlei Aktualisierung erfahren. Sie läuft, ohne Video-Unterstützung, somit auf jedem noch verfügbaren mobilen Apple-Gerät mit iOS 3.1.2 und höher.
2. Teil: „Schnelle Freigabe des Desktops“

Schnelle Freigabe des Desktops

Einige Kleinigkeiten sind zu bemängeln. In einem Multi-Monitor-System mit aktiver Präsentation übermittelt die Software alle Bildschirme, obwohl bei keinem ein entsprechendes Häkchen gesetzt ist. Das Mikogo-Menü ist zwar eher klein, dennoch stört, dass man es nicht in seine Bestandteile teilen kann. Stets ist es etwas im Weg. Und gibt ein Konferenzteilnehmer eine Chat-Nachricht ein, blinkt bei eingeklapptem Textdialog nur die Schaltfläche – ein augenfälliger Hinweis wäre praktischer.
Die Stärken von Mikogo liegen derzeit in der schnellen,  unkomplizierten Weitergabe des eigenen Desktops an eine Gruppe von Nutzern. Die Übergabe der Kontrolle an einen Teilnehmer ist mit einem Mausklick erledigt und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten – auf dem freigegebenen Desktop oder der einzelnen freigegebenen Applikation – geht gut von der Hand. Sobald die Videokonferenz-Funktion stabiler läuft, ist Mikogo ein ernstzunehmender Konkurrent für die Platzhirsche unter den Videokonferenz-Lösungen.
Tabelle:
ja  nein

Testergebnis

Note
2
Einfach: Superschnelles Loslegen
Modern: Kompletter Browser-Viewer ohne Installation
+
Videostreams:
Nur vier parallel
-

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